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<title>Reichsmarschall</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Reichsmarschall</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der <b>Reichsmarschall</b> (auch <b>Erzmarschall</b>) war ursprünglich der militärische Stellvertreter des <a href="R%C3%B6misch-deutscher_Kaiser" title="Römisch-deutscher Kaiser">Kaisers</a> und bekleidete eines der <a href="Erzamt" title="Erzamt">Erzämter</a> im <a href="Heiliges_R%C3%B6misches_Reich" title="Heiliges Römisches Reich">Heiligen Römischen Reich</a>. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Titel eines <a href="Reichsgeneralfeldmarschall" class="mw-redirect" title="Reichsgeneralfeldmarschall">Reichsgeneralfeldmarschalls</a> durch Kaiser und <a href="Reichstag_(HRR)" class="mw-redirect" title="Reichstag (HRR)">Reichstag</a> verliehen.
</p><p>Im Jahr 1938 wurde er im <a href="Italienischer_Faschismus" title="Italienischer Faschismus">faschistischen</a> <a href="K%C3%B6nigreich_Italien_(1861%E2%80%931946)" title="Königreich Italien (1861–1946)">Italien</a> und 1940 im <a href="Deutsches_Reich_1933_bis_1945" class="mw-redirect" title="Deutsches Reich 1933 bis 1945">Deutschen Reich</a> während des <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> als militärischer Ehrenrang (ohne besondere zusätzliche Befehlsgewalt) neu eingeführt.
</p><p>Heute ist der Titel eines Reichsmarschalls nur in <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a> für den Chef des königlichen <a href="Hofstaat" title="Hofstaat">Hofstaates</a> gebräuchlich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Heiliges_Römisches_Reich"><span id="Heiliges_R.C3.B6misches_Reich"></span>Heiliges Römisches Reich</h2></div>
<p>Das Amt des Marschalls war seit <a href="Otto_I._(HRR)" title="Otto I. (HRR)">Otto I.</a> eines der <a href="Erzamt" title="Erzamt">Erzämter</a> und später mit der Kurwürde verbunden. In der <a href="Goldene_Bulle_Karls_IV." class="mw-redirect" title="Goldene Bulle Karls IV.">Goldenen Bulle</a> wird der <a href="Kurf%C3%BCrstentum_Sachsen" title="Kurfürstentum Sachsen">Kurfürst von Sachsen</a> als <i>Reichserzmarschall</i> (<i>Archimarescallus</i>, <i>Archimareschallus</i>) benannt. Er war bei zeremoniellen Gelegenheiten der Träger des <a href="Reichsschwert" title="Reichsschwert">Reichsschwertes</a>. Sein Amtszeichen waren zwei gekreuzte rote Schwerter, die er im Wappen führte (siehe <a href="Reichsrennfahne" title="Reichsrennfahne">Reichsrennfahne</a>). Die Stellvertretung war erblich als <i><a href="Reichserbmarschall" title="Reichserbmarschall">Reichserbmarschall</a></i> (<i>Vicemarescallus</i>, <i>Vicemareschallus</i>) an die Grafen zu <a href="Pappenheim_(Adelsgeschlecht)" title="Pappenheim (Adelsgeschlecht)">Pappenheim</a> gebunden. Waren beide Ämter im Hochmittelalter noch mit realer Funktion als Befehlshaber des gesamten <a href="Aufgebot_(Milit%C3%A4r)" title="Aufgebot (Militär)">Reichsaufgebots</a> versehen, so hatten sie spätestens seit der Renaissance lediglich zeremonielle Aufgaben bei <a href="Kr%C3%B6nung_der_r%C3%B6misch-deutschen_K%C3%B6nige_und_Kaiser" title="Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser">Kaiserkrönungen</a> und <a href="Reichstag_(Heiliges_R%C3%B6misches_Reich)" title="Reichstag (Heiliges Römisches Reich)">Reichstagen</a> zu erfüllen.
</p><p>In den <a href="Wahlkapitulation" title="Wahlkapitulation">Wahlkapitulationen</a> der Kaiser des 17. Jahrhunderts sollte das <a href="Reichsarmee" title="Reichsarmee">Reichsheer</a>, eine Kontingentarmee des Reiches neben den Armeen der Fürstentümer mit zum Teil eigenen Feldmarschallen, von einem <i><a href="Reichsgeneralfeldmarschall" class="mw-redirect" title="Reichsgeneralfeldmarschall">Reichs-General-Feldmarschall</a></i> befehligt werden. Die Entscheidung, wem diese Ernennung zustehen sollte, lag beim Kaiser und dem Reichstag. Es wurden stets zwei Reichsgeneralfeldmarschalle bestellt, je einer aus dem <a href="Corpus_Catholicorum" title="Corpus Catholicorum">katholischen</a> und einer aus dem <a href="Corpus_Evangelicorum" title="Corpus Evangelicorum">evangelischen</a> Lager.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1734 wurden auf Zeit vier Reichsgeneralfeldmarschalle ernannt.
</p>
<div style="clear:left;"></div>
<p>Davon zu unterscheiden war das Amt des <a href="Generalissimus" title="Generalissimus">Generalissimus</a>, das nur in Zeiten höchster militärischer Not vergeben wurde. Erstmals vergeben wurde es während des Dreißigjährigen Krieges an <a href="Albrecht_von_Wallenstein" class="mw-redirect" title="Albrecht von Wallenstein">Albrecht von Wallenstein</a>. Anschließend vergingen rund 170 Jahre, bevor das Amt erneut vergeben wurde, nämlich an <a href="Karl_von_%C3%96sterreich-Teschen" title="Karl von Österreich-Teschen">Karl von Österreich-Teschen</a>, während der <a href="Koalitionskriege" title="Koalitionskriege">Napoleonischen Kriege</a>. Der Generalissimus war der oberste Feldherr des Kaisers, ihm unterstand, zumindest nominell, auch die Generalität der übrigen deutschen Fürstentümer. Im Unterschied zu den (Reichs-)Generalfeldmärschällen war er in seinen Entscheidungen nahezu frei und nur dem Kaiser unterworfen, nicht aber dem Wiener <a href="Hofkriegsrat" title="Hofkriegsrat">Hofkriegsrat</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Dänemark"><span id="D.C3.A4nemark"></span>Dänemark</h2></div>
<p>In <a href="D%C3%A4nemark" title="Dänemark">Dänemark</a> war der Reichsmarschall (dän. <i>Rigsmarsk</i>) bis 1660 das nach dem Reichskanzler zweitwichtigste Reichsamt im <a href="D%C3%A4nischer_Reichsrat" title="Dänischer Reichsrat">dänischen Reichsrat</a>. <a href="Friedrich_III._(D%C3%A4nemark_und_Norwegen)" title="Friedrich III. (Dänemark und Norwegen)">Frederik III.</a> ersetzte 1660/61 das bestehende <a href="Wahlk%C3%B6nigtum" class="mw-redirect" title="Wahlkönigtum">Wahlkönigtum</a> zugunsten einer <a href="Erbmonarchie" title="Erbmonarchie">Erbmonarchie</a> und schaffte das Amt des Rigsmarsk ab. Letzter Träger des Amtes war Joachim von Gersdorff.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schweden">Schweden</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Schwedischer_Reichsmarschall" title="Schwedischer Reichsmarschall">Schwedischer Reichsmarschall</a></i></div>
<p>In <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a> hat sich die Bedeutung des Reichsmarschalles <i>(Riksmarsk</i> und <i>Riksmarskalk)</i> im Laufe der Zeit geändert. Ursprünglich Chef der schwedischen <a href="Kavallerie" title="Kavallerie">Kavallerie</a>, wie die <a href="Marschall" title="Marschall">Marschälle</a> anderer Länder, entwickelte sich der <i>Riksmarsk</i> ab der Mitte des 13. Jahrhunderts zum militärischen <a href="Oberbefehlshaber" title="Oberbefehlshaber">Oberbefehlshaber</a>. Bedeutende Reichsmarschälle waren unter anderen <a href="Torgils_Knutsson" title="Torgils Knutsson">Torgils Knutsson</a> und <a href="Karl_VIII._(Schweden)" title="Karl VIII. (Schweden)">Karl Knutsson</a>.
</p><p>Unter den <a href="Wasa_(Dynastie)" class="mw-redirect" title="Wasa (Dynastie)">Wasa-Königen</a> wurde der Titel <i>Riksmarsk</i> als militärischer Titel vergeben. In der <a href="Verfassung" title="Verfassung">Verfassung</a> von 1634 wurden zwei Ämter eingerichtet, das des <i>Riksmarsk,</i> der Präsident des Kriegskollegiums war, und das des <i>Riksmarskalk</i>, der als Chef des schwedischen <a href="Hofstaat" title="Hofstaat">Hofstaates</a> im <a href="Reichsrat_(Schweden)" title="Reichsrat (Schweden)">Reichsrat</a> vertreten war. Nach dem Tod des Reichsmarschalls <a href="Carl_Gustav_Wrangel" class="mw-redirect" title="Carl Gustav Wrangel">Carl Gustav Wrangel</a> 1676 wurde das Amt des <i>Riksmarsk</i> nicht nachbesetzt. 1680 änderte man den Titel <i>Riksmarskalk</i> in <i>Överstemarskalk (Oberstmarschall</i>), aber wechselte 1722 wieder zurück zu Reichsmarschall.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch heute noch ist der Reichsmarschall der Chef des schwedischen <a href="Hofstaat" title="Hofstaat">Hofstaates</a>. Als solcher nimmt er an der festlichen Eröffnung eines neuen <a href="Reichstag_(Schweden)" title="Reichstag (Schweden)">Reichstages</a> teil. Der Reichsmarschall führt das <a href="Anrede" title="Anrede">Prädikat</a> <a href="Exzellenz_(Titel)" title="Exzellenz (Titel)">Exzellenz</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Italien_1938_bis_1946">Italien 1938 bis 1946</h2></div>
<p>Nach dem Sieg über <a href="Abessinienkrieg" title="Abessinienkrieg">Äthiopien</a> führte <a href="Benito_Mussolini" title="Benito Mussolini">Benito Mussolini</a> als Oberbefehlshaber über die Italienischen Streitkräfte und <i>Capo del governo</i> am 30. März 1938 für sich die Würde eines <i>Ersten Reichsmarschalls (Primo maresciallo dell’Impero)</i> ein, den er notgedrungen auch dem König <a href="Viktor_Emanuel_III." title="Viktor Emanuel III.">Viktor Emanuel III.</a> als Staatsoberhaupt antragen musste. Der über den im Jahre 1924 eingeführten <i><a href="Marschall_von_Italien" title="Marschall von Italien">Marschällen von Italien</a></i> (Maresciallo d’Italia) stehende Rang wurde mit diesen 1946 wieder abgeschafft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Deutsches_Reich_1940_bis_1945">Deutsches Reich 1940 bis 1945</h2></div>
<p>
Am 19. Juli 1940 wurde für <a href="Hermann_G%C3%B6ring" title="Hermann Göring">Hermann Göring</a> als einzigen Träger der Dienstgrad „Reichsmarschall des <a href="Gro%C3%9Fdeutsches_Reich" class="mw-redirect" title="Großdeutsches Reich">Großdeutschen Reiches</a>“ in der <a href="Wehrmacht" title="Wehrmacht">Wehrmacht</a> oberhalb des Ranges des <a href="Generalfeldmarschall" title="Generalfeldmarschall">Generalfeldmarschalls</a> geschaffen. Der Rang diente ausschließlich der Hervorhebung der führenden Position Görings als ranghöchstem deutschen Soldaten (sowie zweitem Mann im Staate) und war lediglich formaler Natur; eine Kommandobefugnis über die Wehrmacht im Gesamten war damit nicht verbunden. </p><div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="NS-Ranggef%C3%BCge" title="NS-Ranggefüge">NS-Ranggefüge</a> und <a href="Oberkommando_der_Wehrmacht" title="Oberkommando der Wehrmacht">Oberkommando der Wehrmacht</a></div>
<table class="wikitable centered darkmode-hintergrundfarbe-neutral" style="font-size: 95%; margin: 1em auto; background:#A0E0A0; color:#202122; text-align:center;">
<tbody><tr>
<td colspan="3"><a href="Dienstgrad" title="Dienstgrad">Dienstgrad</a>
</td></tr>
<tr>
<td style="width:33%;">niedriger:<br><a href="Generalfeldmarschall" title="Generalfeldmarschall">Generalfeldmarschall</a>
</td>
<td style="width:34%; background:#CFCFCF; color:#202122; font-weight:bold;"><br><span style="display:none;">Deutsches Reich</span><span typeof="mw:File"></span><br>Reichsmarschall
</td>
<td style="width:33%;">höher:<br>keiner
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Uniform">Uniform</h3></div>
<p>Die <a href="Schulterst%C3%BCck_(Uniform)" title="Schulterstück (Uniform)">Schulterstücke</a> der <a href="Uniform" title="Uniform">Uniform</a> unterschieden sich von denen der Generalfeldmarschälle mit gekreuzten <a href="Marschallstab" title="Marschallstab">Marschallstäben</a> durch einen <a href="Reichsadler" title="Reichsadler">Reichsadler</a>, der einen Kranz mit den Marschallstäben in den Fängen hielt.<sup id="cite_ref-schlicht_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-schlicht-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Marschallstab">Marschallstab</h3></div>
<p>Göring erhielt einen besonderen Marschallstab aus <a href="Elfenbein" title="Elfenbein">Elfenbein</a>, <a href="Gold" title="Gold">Gold</a> und <a href="Brillant" title="Brillant">Brillanten</a>, der aufgrund von Görings Stellung als Oberbefehlshaber der Luftwaffe entfernt den Marschallstäben der <a href="Luftwaffe_(Wehrmacht)" title="Luftwaffe (Wehrmacht)">Luftwaffe</a> ähnelte. Neben dem <a href="Eisernes_Kreuz" title="Eisernes Kreuz">Eisernen Kreuz</a> war auf diesem Stab das <a href="Balkenkreuz" class="mw-redirect" title="Balkenkreuz">Balkenkreuz</a> der Luftwaffe aufgelegt.<sup id="cite_ref-schlicht_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-schlicht-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Außerdem erhielt Göring einen <a href="Marschallstab#Interimsfeldmarschallstab_2" title="Marschallstab">Interimsstab</a>, dessen Spitze aus Elfenbein war.<sup id="cite_ref-schlicht_3-2" class="reference"><a href="#cite_note-schlicht-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entsprechungen">Entsprechungen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frankreich">Frankreich</h3></div>
<p>Dem Reichsmarschall entspricht seit dem 11. Jahrhundert in Bedeutung und Aufgabe der <a href="Conn%C3%A9table_von_Frankreich" title="Connétable von Frankreich">Connétable von Frankreich</a>. Der <i><a href="Comes_stabuli" class="mw-redirect" title="Comes stabuli">comes stabuli</a></i> (Stallgefährte) ist die mittellateinische Entsprechung des deutschen <i>marahscalc</i> (Marschall – Pferdeknecht). Er war ab dem 14. Jahrhundert der <a href="Oberbefehlshaber" title="Oberbefehlshaber">Oberbefehlshaber</a> der Armee (oberster Kronfeldherr), dem ab <a href="1190" title="1190">1190</a> die <a href="Marschall_von_Frankreich" title="Marschall von Frankreich">Marschälle von Frankreich</a> als Stellvertreter dienten. In der Folgezeit war es eine der mächtigsten Funktionen in Frankreich. Das Amt des <i>Connétable</i> wurde von <a href="Armand-Jean_du_Plessis%2C_duc_de_Richelieu" title="Armand-Jean du Plessis, duc de Richelieu">Richelieu</a> schließlich 1624/1627 abgeschafft, weil sich die Machtfülle nicht mit der Ideologie des Absolutismus vereinen ließ. Seine Befugnisse gingen zeitweilig auf das im späten <a href="16._Jahrhundert" title="16. Jahrhundert">16. Jahrhundert</a> neu geschaffene Amt des <i>General-Marschalls (maréchal général des camps et armées du roi)</i> über.
</p><p>Fälschlich werden auch die von <a href="Napol%C3%A9on_Bonaparte" class="mw-redirect" title="Napoléon Bonaparte">Napoleon</a> zu <i>Marschällen des Kaiserreiches (Maréchaux d’Empire)</i> ernannten <a href="Marschall_von_Frankreich" title="Marschall von Frankreich">Marschälle von Frankreich</a> oder Großmarschälle seines Palastes als Reichsmarschälle bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Japan">Japan</h3></div>
<p>Der <a href="Gensui" title="Gensui">Dai-Gensui</a>, der 1871 erstmals ernannt wurde, entspricht dem Reichsmarschall.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vereinigte_Staaten_von_Amerika">Vereinigte Staaten von Amerika</h3></div>
<p>Zur Zweihundertjahrfeier wurde am 11. Oktober 1976 als höchster Dienstgrad der <a href="General_of_the_Armies" title="General of the Armies">General of the Armies of the United States</a> (mit 6 Sternen) geschaffen, der über dem mit einem Feldmarschall vergleichbaren <a href="General_of_the_Army_(USA)" class="mw-redirect" title="General of the Army (USA)">General of the Army</a> (5 Sterne) steht. Postum wurde nur <a href="George_Washington" title="George Washington">George Washington</a> diese Würde „für die Vergangenheit und Gegenwart“ verliehen. Hierbei wurde bestimmt, dass kein US-Offizier jemals einen höheren Rang als Washington bekleiden kann.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Den Titel führte General <a href="John_J._Pershing" title="John J. Pershing">John J. Pershing</a> nach dem <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> in Anerkennung seiner Leistung als Oberbefehlshaber der <a href="American_Expeditionary_Forces" title="American Expeditionary Forces">American Expeditionary Forces</a> in Europa. Als Rangabzeichen trug er vier Sterne, jedoch in Gold statt wie üblich in Silber. Allerdings entsprach der Rang damals wohl eher dem des Feldmarschalls, da es den 5-Sterne-General noch nicht gab.
</p><p>Am 27. April 2022, dem 200. Geburtsjahr von <a href="Ulysses_S._Grant" title="Ulysses S. Grant">Ulysses S. Grant</a>, dem 18. US-Präsidenten und wichtigstem General der Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg, wurde Grant postum der Dienstgrad des General of the Armies of the United States verliehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Reichsadmiral" title="Reichsadmiral">Reichsadmiral</a></li>
<li><a href="Generale" title="Generale">Generale</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Hermann Graml, Hermann Weiß, <a href="Wolfgang_Benz" title="Wolfgang Benz">Wolfgang Benz</a> (Hrsg.): <i>Enzyklopädie des Nationalsozialismus.</i> dtv, S. 683.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Reichsmarschall" class="extiw external" title="wikt:Reichsmarschall">Wiktionary: Reichsmarschall</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zedler-lexikon.de/index.html?c=blaettern&bandnummer=31&seitenzahl=0054">Reichs-General-Feld-Marschall, Reichs-Feld-Oberster.</a></i> In: <a href="Johann_Heinrich_Zedler" title="Johann Heinrich Zedler">Johann Heinrich Zedler</a>: <i><a href="Grosses_vollst%C3%A4ndiges_Universal-Lexicon_Aller_Wissenschafften_und_K%C3%BCnste" title="Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste">Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste</a>.</i> Band 31, Leipzig 1742, Sp. 81 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite class="lang" lang="sv" dir="auto" style="font-style:italic">Riksmarskalk</cite>. In: Theodor Westrin, Ruben Gustafsson Berg (Hrsg.): <cite class="lang" lang="sv" dir="auto" style="font-style:italic"><a href="Nordisk_familjebok" title="Nordisk familjebok">Nordisk familjebok konversationslexikon och realencyklopedi</a></cite>. 2. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>23</span>: <i>Retzius–Ryssland</i>. Nordisk familjeboks förlag, Stockholm 1916, <span style="white-space:nowrap">Sp.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>377</span> (schwedisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://runeberg.org/nfcc/0205.html">runeberg.org</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Reichsmarschall&rft.atitle=Riksmarskalk&rft.btitle=Nordisk+familjebok+konversationslexikon+och+realencyklopedi&rft.date=1916&rft.edition=2&rft.genre=book&rft.place=Stockholm&rft.pub=Nordisk+familjeboks+f%C3%B6rlag&rft.volume=Band+23%3A+Retzius-Ryssland" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-schlicht-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-schlicht_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-schlicht_3-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-schlicht_3-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Adolf Schlicht, John R. Angolia: <i>Die Deutsche Wehrmacht, Uniformierung und Ausrüstung 1933–1945</i>. Band 3: <i>Die Luftwaffe</i>. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-613-02001-7.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a href="https://de.wikisource.org/wiki/en:Public_Law_94-479" class="extiw external" title="s:en:Public Law 94-479">Public Law 94-479</a></i> auf <a href="Wikisource" title="Wikisource">Wikisource</a>.</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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